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News

EGG erneuert Fernwärmeleitung zum Klinikum

16.06.2010
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In die Modernisierung ihres Fernwärmenetzes investiert die Energieversorgung Gera GmbH (EGG). Ab Montag, den 21. Juni, erneuert das Unternehmen die Fernwärmetrasse zum SRH-Waldklinikum zwischen Beethovenstraße und Dr.-Semmelweiß-Weg. Die umfangreiche Maßnahme wird in mehrere Bauabschnitte gegliedert und soll bis 2012 abgeschlossen sein. Hintergrund ist die Umstellung des Geraer Fernwärmenetzes von Dampf auf Heißwasser als Energieträger.  Da für die Erneuerung der Leitungen in Straßen und Wege eingegriffen werden muss, ist die Baumaßnahme mit Verkehrseinschränkungen für Autofahrer, aber auch Radfahrer und Spaziergänger verbunden. So ist der Waldweg zwischen der Vollersdorfer Straße und der Schneise zur Dr.-Schomburg-Straße ab Montag bis Ende August komplett gesperrt. Eine halbseitige Sperrung gilt ab Montag auf der Vollersdorfer Straße zwischen Waldweg und Straße des Friedens. Auch eine Vollsperrung der Beethovenstraße ist erforderlich. Diese gliedert sich in zwei Bauabschnitte: Von Montag bis voraussichtlich Anfang August ist die Straße zwischen Jäger- und Hainbergstraße gesperrt, von Anfang August bis Mitte September zwischen Hainberg- und Kopernikusstraße; der Lidl-Markt ist während dieser Zeit nur über die Straße des Friedens erreichbar. Ab Anfang Juli bis Ende Oktober ist zudem die Dr.-Schomburg-Straße (Zufahrt Klinikum) halbseitig gesperrt. Die EGG bittet für die Einschränkungen um Verständnis. Die Baumaßnahme am Klinikum ist Auftakt für ein Großprojekt, das den Investitionsschwerpunkt in der Fernwärmesparte der EGG in den kommenden Jahren bilden wird: Die Umstellung des so genannten „Primärenergieträgers“ für die Fernwärme von Dampf auf Heißwasser. Derzeit transportieren die Fernwärmeleitungen 190 Grad heißen Dampf vom Heizkraftwerk Gera-Nord zu den Umformerstationen im Stadtgebiet. Dieser Dampf dient zur umweltfreundlichen Beheizung und zur Erzeugung von Warmwasser für die EGG-Fernwärmekunden. Schrittweise in den kommenden Jahren sollen die Fernwärmeleitungen erneuert und das Netz so umgestellt werden, dass im Kraftwerk Gera-Nord und der Spitzenlastanlage in Gera-Süd nur noch Heißwasser abgegeben wird.  „Dies hat gleich mehrere Vorteile“, berichtet Uwe Winefeld, Bereichsleiter Wärme bei der EGG. Zum einen wird die geplante Erneuerung der Fernwärmeleitungen die Transportverluste deutlich senken. Zum anderen ist die Auskopplung von Heißwasser in den Kraftwerksprozess leichter zu integrieren, was die Effizienz der Anlage steigern hilft. Auch lässt sich Heißwasser leichter „auf Vorrat“ produzieren und speichern. Nicht zuletzt fällt das Problem weg, dass der Dampf auf dem teils weiten Transportweg von Tinz nach Lusan in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit kondensiert. „Das wird die Betriebs- und die Instandhaltungskosten des Fernwärmenetzes senken und das Netz insgesamt effizienter machen“, ist sich der Bereichsleiter sicher. Wann die Umstellung abgeschlossen sein wird, lässt sich derzeit allerdings nicht sagen. Das Klinikum sei eine erste Teilmaßnahme, weitere Schritte müssten im Investitionsplan der EGG noch verankert werden. Begonnen werde rund um das Klinikum, da das Krankenhaus ein langjähriger und großer Wärmekunde der EGG ist und diese Zusammenarbeit erst jüngst dauerhaft vertraglich fixiert hat.