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News

EGG weiht Mittelspannungsschalthaus ein

01.09.2010
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Mit dem symbolischen Durchschneiden eines Bandes ging das neue Mittelspannungsschalthaus in Gera-Zwötzen in Betrieb. Bernd Petzold, Geschäftsführer der Energieversorgung Gera GmbH (EGG), sowie die Geschäftsführer des örtlichen Stromnetzbetreibers GeraNetz GmbH (GNG), Stephan Böhme und Dieter Poser, nahmen die Einweihung in Anwesenheit von Margit Jung, Aufsichtsratsvorsitzende der EGG, und Dr. Frank Büchner, Leiter Siemens Deutschland Region Ost, vor. Damit wurde die erste von zwei Ausbaustufen an dem Objekt an der Ecke Ruckdeschelstraße/Zwötzener Straße planmäßig abgeschlossen. Die Unternehmen investierten rund fünf Millionen Euro in den Neubau, dessen Dach und Fassade zusätzlich mit Solarmodulen verkleidet sind. Seit Dezember 2009 produziert die Photovoltaikanlage emissionslosen Strom aus Sonnenlicht. Ziel ist es, die Anlage bis Mitte 2012 zu einem Umspannwerk zu entwickeln, das den mit 110.000 (110 kV) Volt Spannung ankommenden Strom direkt auf 10.000 Volt (10 kV) umspannt. Das derzeit übliche Umspannen von 110 kV auf 30 kV und erst dann auf 10 kV würde entfallen, Netzverluste sowie Wartungs- und Betriebskostenaufwand deutlich sinken, erläuterte EGG-Geschäftsführer Bernd Petzold. Seit 1999 arbeiten die Unternehmen auf dieses große Ziel hin.
„Ich komme immer wieder gern nach Gera, weil die EGG ein Unternehmen ist, das strategisch denkt und kontinuierlich auf einmal gesteckte Ziele hinarbeitet“, würdigte Dr. Frank Büchner vom Anlagenausrüster Siemens in einem Grußwort die Investitionstätigkeit des Unternehmens. „Die EGG ist neuer Technik stets aufgeschlossen und setzt diese so ein, dass sie zu höherer Effizienz und mehr Sicherheit führt. Unter unseren Kunden ist die EGG einfach ein Vorzeigeunternehmen.“
Und auch der jetzt abgeschlossene erste Bauabschnitt am Standort des alten Umspannwerkes Süd kann sich sehen lassen: Dort entstand ein neues Gebäude mit einer modernen Leistungsschaltanlage, die den Strom mit einer Spannung von 10 kV an die Trafohäuschen in Zwötzen und Lusan verteilt. Die im benachbarten Altbau befindliche alte 30 kV-Schaltanlage sowie die Transformatoren zum Umspannen von 30 auf 10 kV werden zunächst weiter verwendet.
Das neue Schalthaus bietet beste Voraussetzungen, um im zweiten Bauabschnitt zu einem modernen Umspannwerk entwickelt zu werden. So ist die Aufstellung von zwei Großtransformatoren und der Einbau einer weiteren Schaltanlage geplant, um Strom direkt von 110 kV-Hochspannung auf
10 kV- bzw. 20 kV-Mittelspannung umspannen und auf die neue 20-kV-Schaltanlage leiten zu können. Die dafür nötigen Arbeiten sollen nächstes Jahr beginnen. Schon im Herbst sind Vorarbeiten geplant, um im westlichen Teil des Grundstückes Baufreiheit für die Transformatoren zu schaffen.
Das Umspannwerk Gera-Süd ist der letzte noch fehlende Mosaikstein, um ein ehrgeiziges Projekt abzuschließen: Den Wegfall der 30 kV-Mittelspannungsebene in Geras Stromverteilnetz zugunsten der bundesweit üblichen Netzspannung von 110 kV. Damit muss der Strom zwischen Kraftwerk und heimischer Steckdose einmal weniger umgespannt werden, was Netzverluste und Betriebskosten senkt und letztlich zu mehr Versorgungssicherheit führt. Seit 1999 arbeiten EGG und GNG durch gezielte Investitionen auf dieses Ziel hin. Zwei neue Umspannwerke wurden dafür bereits angeschlossen: in Gera-Nord (1995 bis 2007) und in Gera-Mitte (1996 bis 2005). Auf dem Netzabschnitt zwischen Nord und Mitte konnte bereits 2008 die 30 kV-Ebene ersetzt werden. Seit 2007 laufen die Planungen für das dritte und letzte Umspannwerk im Süden der Stadt. Bis Mitte 2013 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein: Dann werden EGG und GNG drei neue Umspannwerke gebaut, insgesamt 12 Kilometer 110 kV-Kabel und 90 Kilometer Mittelspannungskabel neu verlegt und neun technisch und baulich verschlissene 30 kV-Umspannwerke außer Betrieb genommen haben. Rund 38 Millionen Euro werden in mehr Effizienz und mehr Versorgungssicherheit für Kunden und  Anschlussnehmer investiert.