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News

Wärmenetz besteht Bewährungsprobe

13.05.2009
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Zufrieden blickt Uwe Winefeld auf den Winter: Selbst als die Geraer über Rekordtemperaturen von mehr als 20 Grad Minus stöhnten, arbeitete das Fernwärmenetz der EGG ohne Probleme. Im Gegenteil: Für den Bereichsleiter Fernwärme war dieser Winter eine willkommene Bewährungsprobe. „Wir haben in den letzten Monaten vieles umgestaltet, unsere Netze verändert, Umformerstationen außer Betrieb genommen“, berichtet Winefeld. „Der Winter hat gezeigt, dass die Maßnahmen richtig waren, dass das System nun sogar noch besser funktioniert.“
So hatte die EGG mit großem Aufwand das Fernwärmenetz in Bieblach-Ost neu geordnet (wir berichteten). Um sich dem geringeren Wärmebedarf durch sinkende Einwohnerzahlen und bessere Gebäudedämmung anzupassen, wurde eine Netzverbindung zwischen Bieblach und Bieblach-Ost gebaut. Im Dezember konnte so die Dampfleitung nach Bieblach-Ost außer Betrieb genommen werden. Dass Bieblach-Ost seitdem von der Umformerstation Gagarinstraße aus versorgt wird, ist wohl niemandem aufgefallen. „Und das ist auch gut so“, sagt Winefeld. Zu danken sei dieser Erfolg zum einen der guten Planungsarbeit durch Ebert Ingenieure Gera und zum anderen dem Bereich Automatisierungstechnik  der EGG. Das Team dort hat eigens ein Steuerungssystem entwickelt, das eine zuverlässige Wärmeversorgung garantiert und zudem mit deutlich weniger Pumpstrom auskommt.
Dennoch verlangte der Winter Höchstleistungen: Bis zu 200 Grad heißen Dampf und bis zu 130 Grad heißes Wasser speisten die Kraftwerke in Gera-Nord und Süd in das Wärmenetz ein. Die EGG versorgt rund 19.000 Haushalte vom Einfamilienhaus bis zum Wohnblock mit Fernwärme. Der Spitzenwert wurde übrigens am 7. Januar erreicht: Als das Thermometer 18 Grad Minus anzeigte, verbrauchten EGG-Kunden 100 Megawatt Wärme pro Stunde. Zum Vergleich: Derzeit liegt der Bedarf  bei 25 Megawatt stündlich.
Inzwischen beginnen bei der EGG bereits die Vorbereitungen für die nächste Heizperiode. In den Sommermonaten werden  Leitungen und Umformerstationen auf Schäden untersucht und mögliche Defekte repariert. Da dafür die mit heißem Dampf oder Wasser gefüllten Leitungen zumeist „abgelassen“ werden müssen, kommt die EGG um eine kurzfristige Abschaltung des Warmwassernetzes nicht herum. Während der Stillstandszeit steht den Kunden kein warmes Leitungswasser zur Verfügung. Dafür bittet die EGG ihre Kunden um Verständnis.
In diesem Jahr liegt über die „Routinekontrollen“ hinaus ein Schwerpunkt der Arbeiten auf der Elektrik, erläutert Winefeld. In den Umformerstationen werden alle elektrischen Anlagen und Kabel gründlich überprüft, weswegen diese vom Netz genommen werden müssen. Außerdem werden Messgeräte installiert, um mögliche Netzverluste besser analysieren zu können. Alle diese Bemühungen, die  Fernwärmenetze an den tatsächlichen Bedarf anzupassen, soll die Versorgung für die Kunden verbessern helfen: Denn schlecht ausgelastete Fernwärmeleitungen erhöhen die Wärmekosten.