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Vierfach Energie gewinnen

30.03.2010
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Wie effizient und damit umweltschonend im Heizkraftwerk Gera-Nord Strom und Fernwärme entsteht, entdeckten am Dienstag die Neuntklässler des Förderzentrums Elsterbergstraße. Im Rahmen der „5. Woche der Geraer Schlaumeier“ des Stadtjugendrings Gera e.V. besichtigten sie die 1996 eröffnete Anlage in der Siemensstraße.
Dort erzeugt die Energieversorgung Gera GmbH (EGG) jährlich rund 340 Millionen Kilowattstunden Strom und 347 Millionen Kilowattstunden Fernwärme, berichtete Kraftwerksleiter Wolfgang Reinke. Das reicht aus, um den Strombedarf der mehr als 70.000 Kunden der EGG in und um Gera zu decken. Die in Gera-Nord und dem Heizwerk Süd an der Vogtlandstraße erzeugte Fernwärme versorgt rund 20.000 Haushalte in Gera mit Heizung und Warmwasser.
Bei der Erzeugung setzt die EGG auf das umweltschonende Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). In dem Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk (GuD) in Gera-Nord wird Erdgas verbrannt. Zweimal werden die heißen Abgase auf Turbinen geleitet, die die Generatoren zur Stromerzeugung antreiben. Doch diese „zweimalige Verwendung“ des verbrannten Erdgases ist der EGG noch nicht genug: Sie schließt noch eine „Drittverwertung“ an. Denn danach erhitzt sie mit den immer noch rund 400 Grad heißen Gasen Wasser, das als Fernwärmedampf unter anderem nach Bieblach-Ost und Lusan geleitet wird, um dort Wohnungen und Fabriken umweltschonend zu beheizen.
Und im Sommer geht die EGG sogar noch einen Schritt weiter: In einer „vierten Verwertungsstufe“ treibt der Fernwärmedampf in der Kältezentrale Brückenstraße eine Maschine zur Erzeugung von Fernkälte an - der grünen Alternative zur herkömmlichen Klimaanlage.