2012
  • TOP-Lokalversorger 2012 Strom
  • TOP-Lokalversorger 2012 Gas

2010
  • TOP-Lokalversorger 2010 Strom
  • TOP-Lokalversorger 2010 Gas

2009
  • TOP-Lokalversorger 2009 Strom
  • TOP-Lokalversorger 2009 Gas
Elektromobilität Mitteldeutschland

Heizen & Dämmen

zurück

Heizen & Dämmen
Heizung: Mollig warm ohne Reue
Mobile Heizgeräte: Schnell warm, schnell teuer
Dämmung: Gut verpackt
Niedrigenergiehaus: Auf innere Werte achten
Umwälzpumpe: Stromdieb im Verborgenen

Heizung: Mollig warm ohne Reue

Drei Viertel der im Haushalt verbrauchten Energie wird für die Heizung aufgewendet: Trotzdem sollte das eigene Wohlbefinden nicht der Sparsamkeit geopfert werden. Deshalb ist der Einbau einer modernen Heizungsanlage langfristig der beste Weg, Energiekosten zu sparen. Auch die Heizkörper selbst sollten regelmäßig überprüft und „gluckernde" Geräte konsequent entlüftet werden. Doch lassen sich schon durch einige Verhaltensänderungen viele Euro im Jahr sparen.
Wichtigster Tipp: Achten Sie auf die Raumtemperatur. Die Senkung der Heiztemperatur um nur ein Grad kann bis zu 8 Prozent Heizkosten sparen, das sind leicht 80 bis 90 Euro im Jahr. So sind in Wohn- und Kinderzimmer 20 bis 21 Grad, im Schlafzimmer 16 Grad angemessen, das Bad sollte mit 24 Grad nur morgens und abends der wärmste Raum sein. In der Nacht kann die Temperatur um bis zu 5 Grad abgesenkt werden, vermeiden Sie aber, die Heizung ganz abzudrehen - das erneute Aufheizen der Räume kostet sehr viel Energie, da die sonst als „Wärmespeicher" fungierenden Wände und Böden stark auskühlen. Mit elektronischen Heizkörperreglern, die Sie selbst ohne großen Aufwand installieren können, lassen sich einzelne Räume gezielt temperieren sowie zeitgenau drosseln. Damit die Thermostate die Temperatur korrekt erfassen können, dürfen die Heizkörper aber nicht von Vorhängen oder Möbeln verdeckt werden.
Dichten Sie Ritzen und Spalten an Fenstern und Türen gut ab, eine brennende Kerze hilft bei der Suche nach den Problemstellen. Das Zuziehen von Vorhängen und Jalousien am Abend hält die Heizwärme ebenfalls im Raum. Schließen Sie die Türen unterschiedlich beheizter Räume. Vor allem Wasserdampf aus Bad oder Küche sollte nicht in kältere Zimmer dringen, da die Feuchte an den Wänden kondensiert und so Schimmel entsteht.
Bei aller Sparsamkeit wichtig: Lüften Sie regelmäßig, am besten zweimal täglich 10 Minuten Stoß- (ein Fenster ganz geöffnet) oder 5 Minuten Querlüftung (gegenüberliegende Fenster ganz geöffnet). Wichtig: Die Heizung dabei abdrehen! So wird die feuchte verbrauchte Luft schnell gegen trockene Frischluft ausgetauscht und die Wände und Böden kühlen nicht aus. Da sich die trockene Luft schneller erwärmt, hilft das sogar Heizkosten zu sparen. Dauernd gekippte Fenster kosten hingegen viel Geld und ziehen durch das starke Auskühlen der Fensterstürze Feuchtigkeit und Schimmel an.


Mobile Heizgeräte: Schnell warm, schnell teuer

Als Ergänzung in Bad oder Kinderzimmer oder auch für kleinere Räume ohne eigene Heizung greifen viele Mieter auf mobile strombetriebene Heizgeräte wie Heizlüfter oder Ölradiatoren zurück. Doch sollte das wohl überlegt sein, schließlich kommen diese Geräte selten mit einer Leistung unter 2000 Watt aus - was bedeutet, dass sie stündlich mindestens 2 kWh Strom verbrauchen. Für den Dauerbetrieb ist das sicher nicht die optimale Lösung.
Gerade Heizlüfter sind nur für den Kurzgebrauch geeignet. Die warme Luft sorgt zwar in der unmittelbaren Umgebung der Geräte für ein Wärmegefühl. Um ganze Räume - inklusive der für die Wärmespeicherung wichtigen Wände - zu erhitzen, sind sie aber selten stark genug. Vorteil der Lüfter: Die Wärme ist schnell spürbar. Das gilt auch für Infrarotstrahler, wie sie oft in Mini-Bädern oder über Wickelkommoden zu finden sind. Sie sind üblicherweise mit zwei 800-Watt-Röhren ausgestattet, „ziehen" also stündlich 1,6 kWh Strom. Dauerhafte Raumwärme liefern sie aber nicht.
Ein Ölradiator eignet sich auch nur bedingt als einzige Wärmequelle im Raum. 2000-Watt-Geräte sind zwar meist für unter 100 Euro preiswert zu haben. Im Dauerbetrieb kann sich der gering klingende Stundenverbrauch von 2 kWh aber schnell summieren. Da zunächst das in den Heizkörperröhren befindliche Öl erhitzt wird, brauchen sie eine längere Vorlaufzeit, ehe die Wärme spürbar wird, haben dafür aber eine Nachwirkzeit. Über Thermostate kann die gewünschte Temperatur eingestellt werden, die Geräte schalten sich automatisch ab. Deshalb eignen sich die Ölradiatoren noch am ehesten für eine Art Dauerbetrieb und dafür, einen einmal erwärmten Raum warm zu halten.


Dämmung: Gut verpackt

Über zwei Drittel des Energiebedarfs der Deutschen entfällt auf die Raumheizung. Besonders für Hausbesitzer lohnt es sich deshalb, über den richtigen Wärmeschutz nachzudenken. Da durch bessere Dämmung der Energieverbrauch erheblich sinken kann, refinanziert sich diese Investition oft sehr schnell. Zudem versüßen Bund und Land Wärmeschutzmaßnahmen durch Zuschüsse und zinsverbilligte Kredite.
Da die Außenwand den größten Anteil der Gebäudehülle einnimmt, lassen sich hier die größten Einspareffekte erzielen. Dabei ist aber auf fachgerechte Ausführung zu achten, um Feuchtigkeitsschäden und Schimmel zu vermeiden. Zweitwichtigster „Dämmbaustein" ist das Dach beziehungsweise die Decke des letzten bewohnten Geschosses. Gerade das Dach ist enormen Temperaturschwankungen ausgesetzt und sorgt bei falscher Dämmung für hohe Temperaturverluste. Auch ist darauf zu achten, dass diese Dämmebene lückenlos an die Außenwanddämmung anschließt, um Wärmebrücken zu vermeiden. Bei den Fenstern ist moderne Wärmeschutzverglasung einfach verglasten Fenstern, aber auch Fenstern mit Doppel- oder Isolierverglasung, vorzuziehen. Zudem ist die Fugendichtheit von Fenstern und Türen wichtig. Da die Temperaturschwankungen im Kellergeschoss gering sind, spielt dessen Dämmung für die Energieverluste eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch ist sie nicht zu vernachlässigen, da Fußkälte dafür sorgen kann, dass die Heizung unnötig weit aufgedreht wird.


Niedrigenergiehaus: Auf innere Werte achten

Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) setzt für Neubauten Standards bei Heizung und Wärmedämmung, so dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Objekten viel weniger Energie verbrauchen (Niedrigenergiehaus). Liegt der Energieverbrauch sonst zwischen 70 und 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, spart ein EnEV-Neubau dem gegenüber ein Viertel bis ein Drittel Energie ein.
Dies wird durch Maßnahmen erreicht, die sich teilweise auch bei der Sanierung von Altbauten umsetzen lassen. So nutzen energiebewusst gebaute Häuser die solare Energie, indem sie nach der Sonne gebaut sind: Nach Süden ausgerichtete Wohnräume mit großen Fenstern brauchen weniger Heizung, an der Nordseite liegt das wenig beheizte Schlafzimmer richtig. Kompakte Bauten ohne Winkel, Erker und Vorsprünge haben eine bessere Energiebilanz, da jeder Quadratmeter zusätzliche Wandfläche mehr Wärmeverlust bedeutet. Überhaupt ist beim energiebewussten Bauen die Wärmedämmung der wesentlichste Energiesparfaktor. Eine lückenlos gedämmte Gebäudehülle, die alle beheizten Räume und die Kellerdecke umschließt, reduziert den Wärmeverlust über die Hauswände und schützt das Mauerwerk gegen Witterungseinflüsse. Um Wärmebrücken und Zugluft zu vermeiden, werden auch Tür- oder Fenstereinsätze sorgfältig abgedämmt. Angesichts der steigenden Rohstoffpreise ebenfalls ein wichtiger Aspekt: Auf Wärmeerzeugung mittels Brennwertkessel oder Wärmepumpe umzustellen.


Umwälzpumpe: Stromdieb im Verborgenen

Drei Viertel der im Haushalt aufgewendeten Energie wird fürs Heizen verbraucht. Doch so wichtig es aus Energiespargründen ist, auf die richtige Raumtemperatur und ausreichend abgedichtete Fenster und Türen zu achten. Oft sitzt der wahre „Stromdieb" im Verborgenen: Denn alte Umwälzpumpen in den Heizungsanlagen verbrauchen oft viel mehr Energie als nötig. Inzwischen gibt es moderne Geräte, die bis zu 80 Prozent Strom einsparen.
Umwälzpumpen sind unverzichtbar, denn sie lassen das heiße Wasser in den Heizkörpern zirkulieren. Der Haken: Herkömmliche Pumpen arbeiten sommers wie winters, Tag und Nacht mit gleich bleibender Geschwindigkeit, unabhängig vom tatsächlichen Heizbedarf. So verbraucht eine herkömmliche Umwälzpumpe jährlich etwa 500 bis 600 kWh Strom und verursacht damit Kosten von rund 100 Euro im Jahr. Neue Umwälzpumpen werden elektronisch gesteuert. Zwar sind diese energiesparenden Umwälzpumpen zunächst etwas teurer in der Anschaffung. Im Vergleich zu herkömmlichen Pumpen (Effizienzklasse D) machen sich Pumpen mit dem Energielabel A aber schon in wenigen Jahren bezahlt. Doch neben dem Austausch der Umwälzpumpe kann es schon sinnvoll sein, deren Einsatz zu steuern. Eine Zeitschaltuhr kann in der Nacht und bei Abwesenheit die Umwälzpumpe abstellen. So vermeiden Sie, dass das Heißwasser „sinnlos" in den Leitungen zirkuliert, abkühlt und wieder erwärmt werden muss - denn das tut es selbst bei abgedrehten Heizkörpern. Allerdings: Vermeiden Sie, dass Räume komplett auskühlen oder Frost eindringt.